FHWS Gebäude Sanderheinrichsleitenweg 20 in Würzburg

Willkommen beim Bachelorstudiengang Technomathematik

Kurzprofil des Studiengangs

Die Grundidee des Studiengangs Technomathematik ist: Ausbildung von Mathematikern, die die Sprache von Ingenieuren verstehen und technische Aufgabenstellungen mit mathematischen Methoden computergestützt lösen können. Es handelt sich also um einen Mathematikstudiengang mit einer vertieften Ausbildung in Ingenieurwissenschaften und Informatik. Daneben betont das Studium Schlüsselkompetenzen wie Abstraktionsvermögen, strukturiertes Vorgehen und analytische Denkweise.

Numerische Simulation des TEAM 13 - Problems: Nichtlineares magnetostatisches Problem.
Numerische Simulation des TEAM 13 - Problems: Nichtlineares magnetostatisches Problem

Darum Technomathematik in Schweinfurt

Da der Unterricht in überschaubaren Gruppen stattfindet, ist eine hohe Interaktion von Studierenden und Dozenten möglich und es kann verstärkt auf individuelle Belange der Studierenden eingegangen werden.
Die Ausbildung ist praxisnah, z.B. erfolgt die Ausbildung in den Technikfächern direkt durch die jeweiligen Fakultäten Elektrotechnik, Maschinenbau oder Logistik. Während des obligatorischen Praxissemesters arbeiten Sie mehrere Monate in einem Industriebetrieb und lernen bereits während des Studiums Anforderungen und Abläufe der Unternehmen kennen. In der Regel wird auch die anschließende Bachelorarbeit in Kooperation mit der Industrie bearbeitet. Schweinfurt als großer Industriestandort verfügt hierzu über vielfältige Kooperationsmöglichkeiten.
Übrigens: In der Studienumfrage von 2018 haben über 93% der Teilnehmer angegeben, dass sie sich wieder für den Studiengang Technomathematik in Schweinfurt entscheiden würden.

Berufsaussichten

Typische Beschäftigungsfelder von Technomathematiker/innen sind Industriebranchen, in denen die Lösung technischer Probleme qualifizierte mathematische Kenntnisse erfordert. Häufig arbeiten hier Technomathematiker/innen eng mit Ingenieurinnen und Ingenieuren zusammen. Beispiele sind die Automobil- und Luftfahrtindustrie, die Robotik, die Logistik, der Werkzeug- oder Maschinenbau, aber auch Qualitätssicherung und -kontrolle und natürlich die Datenverarbeitung. Ehemalige Absolventinnen und Absolventen beschreiben hier ihre Erfahrungen während des Studiums und berichten über den Berufseinstieg.

Weiteres Material zu den beruflichen Potentialen und den Studienmöglichkeiten sind hier und auf der  Website Mathe in Bayern aufgelistet.

Weitere Studienmöglichkeiten

Der in Kooperation mit der TH Nürnberg angebotene Masterstudiengang Angewandte Mathematik und Physik baut unmittelbar auf dem Bachelorstudium Technomathematik auf. Daneben qualifiziert der Studienabschluss (Bachelor of Science, BSc) für ein weitergehendes Masterstudium in verwandten Bereichen (hierbei gelten die Zulassungsbedingungen der jeweiligen Hochschule).

Studieninhalte

Der Studienplan enthält klassische Elemente eines Mathematikstudiengangs wie z.B. Analysis, lineare Algebra, numerische Mathematik, Wahrscheinlichkeitstheorie. Hinzu kommen anwendungorientierte Fächer aus den Ingenieurwissenschaften (z.B. Mechanik, Strömungsmechanik, Festigkeitslehre) und der Informatik (z.B. objektorientierte Programmierung, Datenbanken).

Ab dem fünften Semester können Sie sich zwischen mehreren Wahlpflichtfächern aus Mathematik und Technik entscheiden und damit die Vertiefungsrichtung nach Ihren indiviuellen Vorlieben steuern. Beispiele sind Graphentheorie, maschinelles Lernen, Fahrzeugtechnik, bildgebende Systeme.

Alternativ zum „klassischen“  Studienplan können Sie sich bereits zum Beginn des Studium für die Variante „Simulation im Maschinenbau“ entscheiden. Hier ist die Fächerkombination besonders auf die Anforderungen von Simulationsproblemen im Maschinenbau abgestimmt.

Im sechsten Semester findet die Praxisphase statt. Das heißt, Sie verbringen das Semester in einem Industriebetrieb. Unsere Studierenden haben unter anderem Praxissemester bei Schaeffler AG, Zeiss und Bosch absolviert.

Im siebten Semester schreiben Sie Ihre Bachelorarbeit. Häufig ergibt sich das Thema direkt aus der Arbeit in der Praxisphase und wird in Kooperation mit der Industrie durchgeführt. Beispiele von Abschlussarbeiten sind  etwa:

- Berechnung transienter elektromagnetischer Felder unter Verwendung der Finiten Differenzen Methode

- Simulationsgestützter Entwurf elektromagnetischer Linearaktoren mit unterschiedlichen Simulationstools

 

In der Artikelserie "Mathe studiert - und dann?" in den Mitteilungen der Deutschen Mathematiker-Vereinigung äußern sich Absolventinnen und Absolventen eines Mathematik-Studiengangs im Rückblick hinsichtlich des Lernens und der Inhalte des Mathematikstudiums:

  • Im Mathematikstudium sollte man lernen: Struktur im Denken, Abstratktionsvermögen und Präzision im Detail.
  • "Ja, man lernt, Probleme einzuschätzen und sie zu visualisieren, um sie zu verstehen. Diese Schulung des Vorstellungsvermögens und das Wissen, welche Anschauungen angewendet werden können, um Probleme zu minimieren oder zu optimieren, das ist großartig." (Mitteilungen 24-4 (2016))
  • "Vom Mathematik-Studium ist mir eine Art Gewissheit geblieben, dass vieles möglich ist, auch wenn ich die Lösung noch nicht kenne." (Mitteilungen 24-4 (2016))
  • "Auch in technologischen Zusammenhängen ist Beweisen angesagt: Wenn man nicht nachweisen kann, dass die Ansteuerung einer Bremse durch das Radar wirklich immer funktioniert und dies auch schnell genug passiert, dann wird sich eine Versicherung möglicherweise fragen, ob sie die Haftung übernehmen kann." (Mitteilungen 25-4 (2017))
  • "Ganz wichtig sind Programmierkenntnisse. Und damit meine ich nicht nur eine bestimmte Programmiersprache, sondern die Softwareentwicklung als Konzept. [...] Als Algorithm-Engineer sollte man auf jeden Fall das Programmieren mögen, und ich profitiere heute davon, dass ich mich als Student an Projekten mit Industriepartnern beteiligt habe." (Mitteilungen 24-1 (2016))
  • "Mit Stochastik sollten sie vertraut und in Informatik fit sein. Ganz allgemein ist algorithmischens Denken hilfreich, weil man ein System von Regeln und Abläufen hat, das man gut verstehen muss" (Mitteilungen 23-3 (2015))

 

Vor allem werden Fähigkeiten zur "Kommunikation" und "Kooperation" herausgestellt:

  • "Kommunikation ist sehr wichtig. In der Mathematik werden oft die Ergebnisse sehr hoch  gehängt, aber was auch wichtig ist und oft vergessen wird, dass diese Ergebnisse auch schlüssig und allgemein verständlich präsentiert werden müssen." (Mitteilungen 23-2 (2015))
  • Ein Mathematiker muss mit anderen Naturwissenschaftlern und Ingenieuren kommunizieren können.

 

 

Ist Technomathematik ein geeigneter Studiengang für mich?

Studienanfänger der Technomathematik können sich idealerweise für Mathematik und deren Anwendung in der Technik (Elektrotechnik, Maschinenbau oder Logistik) und der Informatik begeistern. Häufig besteht ein Interesse an mathematischen Knobeleien oder Beweisen, gute Noten in Mathematik und naturwissenschaftlich-technischen Fächern können ebenfalls hilfreich sein. Eine Hilfe zur Orientierung und Selbsteinschätzung gibt es hier. Konkrete Fragen können Sie an den Studienfachberater richten.

In der Artikelserie "Mathe studiert - und dann?" in den Mitteilungen der Deutschen Mathematiker-Vereinigung äußern sich Absolventinnen und Absolventen eines Mathematik-Studiengangs im Rückblick:

  • Passion für Mathematik ist nicht hinderlich. Passion, sich Problemen auszusetzen.
  • Man sollte offen für Anwendungsbezüge sein.
  • "Im Prinzip reicht ein Mathematikstudium. Aber man sollte während des Studiums über den Tellerrand hinausschauen. (Mitteilungen 24-2 (2016))

Zulassung, Studienbeginn und Bewerbung

  • Der Studiengang unterliegt keinen besonderen Zulassungsbeschränkungen. Es gelten die üblichen Zugangsbedingungen für Fachhochschulen.
  • Der Studiengang startet jeweils zum Wintersemester, also zum 1. Oktober eines Jahres.
  • Die Bewerbung erfolgt über das Online-Bewerbungsportal der Hochschule.

Studienabschluss

Nach erfolgreichem Studium verleiht die Hochschule den Titel Bachelor of Science.

Akkreditierung

Der Studiengang ist seit März 2015 mit den Siegeln des deutschen Akkreditierungsrates sowie der Akkreditierungsagentur ASIIN e.V. akkreditiert.