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Zum Semesterschluss ein fröhliches Wiedersehen im Hofgarten

03.08.2020 | FANG Allgemein, FANG WUE, MFUE
Feiern Studierende ihr Wiedersehen nicht eher zu Semesterbeginn als am Ende? Nun, im Sommersemester 2020 war „coronabedingt“ alles anders…

Nach den mündlichen Italienischprüfungen entstand bei den Studentinnen des 4. Semesters Fach- und Medienübersetzen der Wunsch, sich zum Ausklang des Semesters und für die meisten auch des Studiums noch einmal zu treffen. Gemeinsam mit ihrer Dozentin Prof. Dr. Maike Hansen beschlossen die Absolventinnen, diesen Wunsch hygienekonzeptkonform im Rahmen einer sommerlichen Hofgartenführung in die Tat umzusetzen.

Jana Gawalleck kümmerte sich um die Organisation, so dass alles klappte wie am Schnürchen. Am Tag nach der letzten Prüfung ging es los. Im milden Abendlicht bei noch ziemlich hochsommerlichen Temperaturen trudelten 17 angemeldete Studentinnen und drei Dozentinnen ein. Frau Hansen hatte als Motto für ihre Führung das Fotografieren gewählt: Zu welcher Jahreszeit und bei welchem Sonnenstand sind welche Perspektiven besonders fotogen?

Man durchstreifte zunächst den Englischen Landschaftsgarten und bummelte dann zur Orangerie und zum Küchengarten. Nun wurde es mehrsprachig, denn neben dem Foto-Motto ging es auch um Lexik-Vergleiche Deutsch-Französisch-Italienisch-Englisch. Garten ist nicht gleich Garten, im Französischen gibt es nicht nur den „jardin“, sondern auch den „potager“ und den „verger“.

Dann ging es in den französischen Teil des Hofgartens. Bei den Sieben Nasen der Raptusgruppe mit Persephone klappte es mit dem Foto-Motto dann aber doch nicht so gut, denn die Abendsonne blendete noch gewaltig. Man wird wiederkommen müssen, um die Sieben Nasen komfortabler zählen zu können…

Wiederkommen, Wiedersehen – ja, es wurde auch ein Abschiedslied gesungen: „Faut-il nous quitter sans espoir“, „Should auld acquaintance be forgot“ oder situationangepasst „Nehmt Abschied, Schwestern, ungewiss...“. Es sollte eine Überraschung sein und das klappte auch. Jana schickte im Lindensaal die Texte auf die Smartphones ihrer Kommilitoninnen (Liedblätter auszuteilen erlaubte das Hygienekonzept nicht), so dass gemeinsam mehrsprachig gesungen wurde, und dies natürlich im Lindensaal, dem Musik- und Theaterort des Hofgartens.

Von da an ging‘s bergauf – durch die Laubengänge des italienischen Gartens, bis hinauf zur Höhe der alten Stadtmauer. Die blanken Hinterteile der streitenden Putti zu zählen und ins rechte Bild zu rücken wäre auch noch einmal ein nettes Projekt für den nächsten Hofgarten-Besuch…

Schön barock symmetrisch aufgereiht mit großem Abstand und daher ohne Masken wurden die Studentinnen und ihre Dozentinnen dann zum Abschluss noch vor der Gartenseite der Residenz abgelichtet – ein schönes Erinnerungsfoto!

(mh)