FHWS Gebäude Sanderheinrichsleitenweg 20 in Würzburg

FAQ

Im Folgenden finden Sie detaillierte Informationen

1. Infos zur Zulassung

Das Masterprogramm startet immer zum Wintersemester. Die Bewerbungsfrist beginnt Anfang Mai und endet in der Regel am 15. Juli. Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Rubrik Bewerbung.

Pro Jahrgang nehmen wir maximal 20 Studierende auf, um eine Betreuungsintensität wie an den führenden Journalisten-Schulen und PR-Akademien in Deutschland zu erreichen. Die Zulassung erfolgt über ein Auswahlverfahren, das aus folgenden Komponenten besteht:

  • Bachelor- oder Diplom-Abschluss mit einer Mindestgesamtnote von 2,5
  • Einreichen einer journalistischen Arbeitsprobe, deren Thema die Auswahlkommission stellt

Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Rubrik Bewerbung.

Zugelassene Studienbewerber erhalten dann fachliche Auflagen (meist 10 CP in wirtschaftswissenschaftlichen und/oder technischen Fächern), wenn Sie nach Beurteilung der Prüfungskommission in ihrem Erststudium keine ausreichende Vorqualifikation im Sinne der Studien-und Prüfungsordnung mitbringen. Dazu zählen professionsbezogene personale Kompetenzen aus dem wirtschaftswissenschaftliche und/oder technischen Bereich sowie wissenschaftliche und/oder praktische Grundlagenkenntnisse aus dem Kommunikationssektor.

Zur Vorqualifikation in den Bereichen Wirtschaft/Technik: Dabei erkennen wir das Seminar in Medientechnik genauso an wie die Einführungsvorlesung in Maschinenbau. Den Kurs über Sozialpolitik genauso wie das BWL-Modul Rechnungswesen. Die Entscheidung trifft die Prüfungskommission, die die Studierendenauswahl vornimmt.

Das hängt von der Gesamtzahl der Bewerbungen und den Qualifikationen der Bewerber ab. Die Bewerberzahl variiert zwar von Jahr zu Jahr, fest steht aber: sie ist in der Regel um ein Mehrfaches höher als die zu vergebenden Studienplätze.

Wer in Teilzeit studiert, hat eine Regelstudienzeit von sechs statt drei Semestern in Vollzeit. Die Teilzeit-Variante eignet sich auch für Berufstätige, denn die Kurse des jeweiligen Semesters können weitgehend flexibel und damit individuell kombiniert werden (Ausnahme: einige aufeinander aufbauende Seminare).

Zu berücksichtigen ist allerdings auch, dass es sich um ein Präsenzstudium handelt – ein Fernstudium ist nicht möglich. Der Unterricht findet normalerweise an drei bis vier Werktagen statt, ergänzt durch Blockseminare, die entweder an Wochenenden oder am Ende der Vorlesungszeit durchgeführt werden. Hinzu kommen oft ganztägige Exkursionen, die nicht immer an den regulären Unterrichtstagen stattfinden. Teilzeit-Studierende sollten sich ein bis anderthalb Tage pro Woche für die Präsenzphase reservieren.

Klares Ja! Vor allem Bachelor-Studiengänge an Universitäten sind sehr oft nur mit 180 Credit Points (CP) modelliert. Für einen Master benötigt man jedoch insgesamt 300 CP. Da im Studiengang „Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation“ maximal 90 CP zu erreichen sind, entsteht für die „180er“-Bachelor zwangsläufig eine Fehldifferenz von 30 CP. Diese können jedoch ausgeglichen werden. Bis zu 50 Prozent davon durch Praktika, die nachweislich nach dem Bachlor und/oder während des Master-Studiums absolviert werden. Oder durch zusätzliche Seminare, die an unserer Hochschule oder an der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) belegt werden können. Dadurch kann sich das Studium u.U. um ein Semester verlängern. Ein 210er-Bachelor hätte aber eh ein Semester länger gedauert als ein 180er.

Wichtiger Hinweis: AbsolventInnen von 180er-Bachelor-Studiengängen, die kein Praxissemester oder keine längere Praxisphase aufweisen, müssen nach Ihrem Bachelor-Abschluss ein einschlägiges Praktikum absolvieren, das 30 CP entspricht (eine Vollzeit-Woche wird mit 1,5 CP angerechnet). Dies ist eine zwingende Zulassungsvoraussetzung.

Grundsätzlich ja. Wer zum Beispiel einige Wochen vor dem Start unseres Master-Programms (jeweils 1. Oktober eines Jahres) seine Bachelor-Abschlussarbeit eingereicht hat, müsste ein Transkript seiner bisherigen Studienleistungen mit der Bewerbung einreichen. Daraus muss hervorgehen, dass der Studienabschluss unmittelbar bevorsteht. Ist die Bewerbung erfolgreich, findet zunächst eine vorläufige Zulassung zu unserem Studiengang statt. Wird das endgültige Bachelor-Zeugnis im Laufe des 1. Semesters eingereicht, wird die vorläufige in eine reguläre Zulassung umgewandelt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Bachelor-Gesamtnote gemäß unserer Zulassungsbedingungen  mindestens 2,5 beträgt. Andernfalls erfolgt die Exmatrikulation des Studierenden.

Grundsätzlich ja. Wer beispielsweise Journalismus-Kurse im Bachelor belegt hat, kann zu Studienbeginn bei der Prüfungskommission einen Antrag auf Anerkennung stellen. Ebenso können berufliche Erfahrungen (z.B. ein aktuelles Angestelltenverhältnis, aber auch feste freie Mitarbeit) begrenzt angerechnet werden. Die Tätigkeiten müssen allerdings eindeutig und nachweislich studienbezogenen Charakter haben und entsprechend dokumentiert sein. Näheres regeln Merkblätter, die die zugelassenen Studierenden am Anfang ihres Studiums erhalten.

Alle suchen noch etwas Orientierung: „Ersti-Veranstaltung“ im Studiengang. Foto: MFJU
Eine Gruppe Studierende im Newslab.

2. Infos zum Studienprofil

„Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation“ definiert sich als fächerübergreifender Studiengang. Das heißt: Wir bauen nicht konsekutiv auf einem bestimmten (Medien-)Bachelor auf, sondern verstehen uns vielmehr als eine Art Aufbaustudiengang für AbsolventInnen ganz unterschiedlicher Studiengänge, die ihr fachspezifisches Wissen um ein grundlegendes Medien-Knowhow erweitern wollen.

Deshalb spielt bei uns das Thema Diversität eine große Rolle: Unsere Studierenden kommen aus Fächern wie Informatik und BWL, aus sozialwissenschaftlichen Disziplinen wie Soziologie und Politikwissenschaft sowie aus philologischen Studiengängen wie Germanistik oder Romanistik. Aber natürlich auch aus zahlreichen anderen Fächern. Genau diese Mischung macht den Reiz der interdisziplinären Zusammenarbeit aus.

Die Diversität setzt sich auch noch auf anderer Ebene fort: Unsere Studierenden kommen aus allen Teilen der Bundesrepublik. Einige auch aus dem Ausland.

Wichtiger Hinweis: Unser Studiengang ist auf Grund seines fächerübergreifenden Charakters leider weniger für Absolventinnen und Absolventen stark praxisorientierter Studiengänge aus dem Bereich Medien- und Kommunikationswissenschaften geeignet.

Bei uns gibt es keine akademische Massenabfertigung. Der Studiengang nimmt pro Jahrgang 15 bis 20 Studierende auf und kann somit eine Betreuungsintensität gewährleisten wie in der Regel nur private Journalistenschulen oder PR-Akademien. Die Seminare haben meist Workshop-Charakter: Die Studierenden können und sollen weitgehend eigenständig lernen und arbeiten. Konkret bedeutet dies: Bei uns bilden Klausuren die Ausnahme – der Großteil der Leistungsnachweise besteht aus praktischen Übungen wie dem Verfassen journalistischer Artikel. Die besten Beiträge veröffentlichen wir in unserem Webjournal „Main-Magazin“. Oft können unsere Studierenden ihre Arbeit(en) aber auch bei professionellen Medien oder bei Unternehmen einbringen.

Auf der Tagesordnung stehen viele Exkursionen, meist nach Berlin (Re:Publica) und Hamburg (Jahreskonferenz Netzwerk Recherche). Einen festen Bestandteil unseres Programms bilden zudem Gastvorträge von erfahrenen Praktikern, die bei regionalen und überregionalen Medien sowie Unternehmen und Organisationen tätig sind. Beispiele gefällig? Süddeutsche Zeitung, Fraport, Red Bull, Deutsche Fachpresse, Regensburg digital. Wir arbeiten zudem mit der Regionalzeitung „Mainpost“ und dem Hessischen Rundfunk zusammen. Eine besonders enge Kooperation besteht mit dem Würzburger Fachmedienhaus Vogel Business Media.

Reines “learning by doing” und “learning on the job” mögen effektiv sein. Was uns jedoch von den meisten Volontariaten und Traineeships unterscheidet: Als praxiserfahrene Wissenschaftler bilden wir systematisch und wissenschaftlich fundiert aus – immer nach dem neuesten Stand von Praxis und Theorie.

Das Texten spielt bei uns eine herausragende Rolle, zumal wenn es mit einer tiefgehenden Recherche verbunden ist. Die Textarbeit bildet die Grundlage des klassischen Journalismus, sie wird auch in der PR immer wichtiger. Stichwort „Content Marketing“. Ein Schlüsselwort, das für uns aber genauso wichtig ist, lautet crossmedial. Denn mit der zunehmenden Digitalisierung werden die verschiedenen Kommunikationskanäle immer vielfältiger – ob nun YouTube, Twitter oder Instagram. Die digitale Kommunikation ist für uns keine Marketing-Phrase: Unsere Studierenden arbeiten ständig und eigenständig mit Notebooks, Kamera und modernster Mediensoftware.

Bei uns spielt die Lehre eine herausragende Rolle. Der Studiengang wird von zwei "Hauptdozenten" getragen, hinzu kommen jedoch weiteres Lehrpersonal von der Hochschule sowie eine Reihe erprobter Lehrbeauftragter. Die Dozenten arbeiten mit verschiedensten didaktischen Mitteln und sind für die Studierenden direkt ansprechbar. Da zudem das Gesamtkonzept stimmt, ist der Studiengang "Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation" vom Mediencampus Bayern mit dem Qualitätssiegel für besonders gute und zeitgemäße Lehre ausgezeichnet worden. Der Mediencampus ist der staatliche Dachverband für die Medienaus- und -fortbildung in Bayern. Außerdem ist der Studiengang selbstredend akkreditiert - und zwar bis Ende 2023. 

Ganz bewusst bieten wir Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation nur in Kombination an. So lernen unsere Studierenden von vornherein die viel zitierte jeweils „andere Seite des Schreibtisches“ kennen. Wer in die Unternehmenskommunikation möchte, lernt das klassische journalistische Handwerkszeug, das sich obendrein bei den schreiborientierten Tätigkeiten im Corporate-Media-Sektor bestens einsetzen lässt. Wer in den Journalismus will, erfährt bei uns, mit welchen Instrumenten und „Tricks“ die PR arbeitet. Ganz abgesehen davon kommen zu uns auch viele Studierende, die sich den Weg in die eine oder andere Richtung noch offenhalten wollen.  

Wir wollen keine bekannten wohlfeilen Floskeln bedienen, sondern machen uns vielmehr in (fast) allen Lehrveranstaltungen ernsthaft Gedanken darüber, was Begriffe wie „fair“, „nachhaltig“ oder „ethisch“ konkret für die berufliche Praxis bedeuten. Und zwar sowohl für die Unternehmenskommunikation als auch für den Journalismus. Soziale Verantwortung heißt für uns zudem, immer auch nach den gesellschaftlichen Auswirkungen von aktuellen Geschehnissen in der Medienszene zu fragen. Ganz in diesem Geiste wird bei uns viel diskutiert und analysiert. Unsere Studierenden sollen aber nicht nur einfach eine eigene Meinung haben, sie sollen diese auch aus fundiertem Wissen ableiten.

Der Studiengang nimmt pro Jahr zwischen 15 und 20 Studierende neu auf. (Foto: MFJU)
Studierende des Studiengangs im Newslab wärend einer Veranstaltung.
Uwe Ritzer, Investigativ-Reporter bei der Süddeutschen Zeitung, gibt den Studierenden spannende Einblicke in Recherchemethoden, die man nicht in Lehrbüchern nachlesen kann. Foto: MFJU
Uwe Ritzer, Investigativ-Reporter bei der Süddeutschen Zeitung, gibt den Studierenden spannende Einblicke in Recherchemethoden, die man nicht in Lehrbüchern nachlesen kann.

3. Studienort Würzburg

Typische Studentenstädte? Tübingen, Freiburg, Münster…Und auch Würzburg gehört ohne Zweifel in die Phalanx junger, lebendiger Städte mit einer offenen, oft auch alternativen Atmosphäre.

Von den rund 120.00 Einwohnern Würzburgs sind fast 30.000 Studiosi. Sie prägen das Stadtbild und sie fühlen sich ganz offenbar wohl in der fünftgrößten Stadt Bayerns. Würzburg bietet eine lebendige Café- und Kneipenszene, viel Kultur und Sport sowie eine hervorragende Infrastruktur. Die Festung Marienberg, das Residenzschloss und andere Bauwerke sorgen zudem für historisches Flair.

Die Hochschule liegt zentral am Rande der Innenstadt – und ist sehr gut erreichbar. Die Verkehrsanbindungen sind beispielhaft, Studierende können die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Einerseits handelt es sich um eine Stadt der „kurzen Wege“, andererseits ist Würzburg groß und urban genug, um zum Beispiel viele Anlaufpunkte für Artikel-Recherchen im Rahmen des Studiums zu bieten.

Last but not least ist Würzburg eine sehr grüne Stadt, eingebettet in die malerische Landschaft Unterfrankens mit ihren Weinbergen, Wäldern und dem Main.

Weitere Infos finden Sie auf den Webseiten der Stadt Würzburg.